10.Spieltag

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10.Spieltag

Beitrag  Sascha am Do Okt 22, 2009 6:53 pm

Bundesliga 10.Spieltag


23.10.09 20:30
Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund 1-1

24.10.09 15:30
Bayern München - Eintracht Frankfurt 2-1
1899 Hoffenheim - 1. FC Nürnberg 3-0
Hannover 96 - VfB Stuttgart 1-0
Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln 0-0
1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg 3-0

25.10.09 15:30
Hertha BSC - VfL Wolfsburg 0-0

25.10.09 17:30
FC Schalke 04 - Hamburger SV 3-3
VfL Bochum - Werder Bremen 1-4


Zuletzt von Sascha am Di Okt 27, 2009 1:40 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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Dortmund Knöpft Leverkusen 1 Punkt ab

Beitrag  Sascha am Fr Okt 23, 2009 10:55 pm


Borussia Dortmunds Stürmer Lucas Barrios machte gegen Bayer Leverkusen seinen dritten Treffer in Folge



Dortmund knöpft Leverkusen einen Punkt ab
Bayer Leverkusen konnte im Freitagsspiel des 10. Spieltags nicht vorlegen und die Konkurrenz unter Druck setzen: Der Tabellenführer kam zuhause gegen Borussia Dortmund nur zu einem 1:1 (0:1).


Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena markierte Lucas Barrios die Führung (8.). Manuel Friedrich glich für Leverkusen per Kopfball aus (64.).

Leverkusen ist nach zehn Spielen weiter ungeschlagen und liegt mit 22 Punkten an der Tabellenspitze, Dortmund bleibt auf Rang zehn (13 Punkte).

Vor dem Anpfiff: Jupp Heynckes muss verletzungsbedingt auf Simon Rolfes (Gelenkspülung) und Renato Augusto (Knieprobleme) verzichten. Dafür beginnen Lars Bender und Toni Kroos.

Jürgen Klopp bringt die siegreiche Elf aus dem Bochum-Spiel.



2.: Was ein Ding gleich zu Beginn! Leverkusens Bender schickt Derdiyok auf links. Der Schweizer zieht zur Mitte und legt an den Elfer zurück. Dort steht Bender, der die Kugel allerdings mit der rechten Innenseite am rechten Pfosten vorbei semmelt. Muss er machen!

8., 0:1, Barrios: Vidal verliert im Mittelfeld die Kugel an Barrios. Der Ball landet bei Sahin. Der passt die Linie entlang, Valdez kommt durch eine Lücke diagonal und flankt mit links in den Rücken der Abwehr. Barrios steigt im Rückwärtslaufen hoch und köpft die Kugel ins linke Eck. Ganz starker Kopfball!

33.: Derdiyok überläuft Hummels und ist schon im Strafraum. Hummels grätscht, Derdiyok fällt. Kein Foul, sagt Rafati. War auch keins. Ganz starkes Tackling!

Halbzeit-Fazit: Bayer mit mehr Ballbesitz, aber mit wenig zwingenden Aktionen. Dortmund reichte eine Chance zur Führung.

64., 1:1, Friedrich: Ecke von rechts durch Barnetta. Subotic geht einen Schritt nach vorne, kommt damit nicht an den Ball. Friedrich steigt hoch und wuchtet das Ding mit Kopf in die rechte Ecke.

69.: Dede bringt hinten den Ball nicht weg. Vidal chippt die Kugel zurück in den Strafraum. Derdiyok legt per Kopf in die Mitte, wo Friedrich das Ding aus sieben Metern über die Latte jagt.

Fazit: Ein gerechtes Unentschieden. Dortmund nutzte seine einzige Chance eiskalt, Leverkusen verdiente sich seinen Treffer durch großen Aufwand.

Der Star des Spiels: Nuri Sahin. Mit Mats Hummels der ruhende Pol in der Dortmunder Zentrale. Machte die Räume gut dicht, gewann viele wichtige Zweikämpfe und spielte sehr gute Bälle nach vorne. Einer davon führte in der Folge zur Führung.

Die Gurke des Spiels: Jakub Blaszczykowski. Der Pole ist noch meilenweit von seiner Form aus dem Vorjahr entfernt, von seinen dynamischen Flügelläufen ist nichts zu sehen. Auch defensiv mit mehr Schatten als Licht, gewann nur 17 Prozent seiner Zweikämpfe und musste zur Halbzeit raus.

Die Pfeife des Spiels: Babak Rafati. Ließ in der ersten Halbzeit viel laufen, wurde später unverständlichlicherweise sehr kleinlich und war schnell mit den Karten bei der Hand. Machte aber keinen entscheidenden Fehler. Dafür eine ganz starke Szene, als er nach Hummels Grätsche im Strafraum gegen Derdiyok auf Weiterspielen entschied.

Die Lehren des Spiels: Ein Spiel wie gemalt für den BVB. Leverkusen war zwar von Beginn an im Spiel und hatte die erste Chance, mit seinem ersten Angriff machte Dortmund aber die Führung. Danach zog sich das Team von Jürgen Klopp weit zurück und konzentrierte sich auf das Zerstören des Leverkusener Spiels. Was ihnen 45 Minuten hervorragend gelang.

Bayer hatte große Probleme, sich in Abschlussnähe zu bringen. Die Stürmer bewegten sich zwar gut, aber Bälle bekamen sie nur selten, da Leverkusen erheblich Probleme im Spielaufbau hatte und sehr viele Ballverluste produzierte. Rolfes' Übersicht und Passsicherheit fehlte spürbar. Ohne den Nationalspieler ergab sich auch eine neue Aufteilung im Mittelfeld: Bender interpretierte seine Rolle offensiver, ging öfter in die Spitze und Vidal agierte dafür einen Tick defensiver. Seine Quirligkeit und Dynamik fehlte im Offensivspiel.

Nach der Pause war Leverkusens Spiel lebendiger und weniger fehlerhaft, die Folge: Dauerdruck auf das Tor von Weidenfeller. Auch die Hereinnahme von Gekas für Bender und die Umstellung auf Raute halfen. Für das Tor brauchten sie aber trotzdem eine Standardsituation.

Dortmund scheint durch die Verletzungsprobleme in ein System gedrängt worden zu sein, das perfekt zur Mannschaft passt. Im 4-2-3-1 steht der BVB extrem kompakt, lässt nur wenig zu und nimmt so dem Knipser Barrios etwas Laufarbeit ab. Der Welttorjäger war sehr präsent im Zweikampf - auch in der Luft, was gegen Hyypiä und Friedrich kein Leichtes ist. Er machte viele Bälle fest und gab seiner Mannschaft Zeit zum Nachrücken.

Aufstellungen:

Bayer Leverkusen: Adler - Schwaab, Friedrich, Hyypiä, Castro - Vidal, L. Bender - Barnetta, Kroos - Kießling, Derdiyok.
Bor. Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Dede - S. Bender, Sahin - Kuba, Zidan, Valdez - Barrios.
Einwechselungen: 55. Gekas für L. Bender, 82. Reinartz und Zdebel für Kroos und Vidal - 46. Großkreutz für Kuba, 72. Rangelov für Zidan, 84. Feulner für Valdez.
Tore: 0:1 Barrios (8., Valdez), 1:1 Friedrich (65., Ecke Barnetta).
Eckstöße: 4:3 (Halbzeit 2:2), Chancenverhältnis: 4:2 (2:1).
Schiedsrichter: Rafati (Hannover), Gelbe Karten: Barnetta, Friedrich, Kroos, Reinartz - Owomoyela, Barrios.
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft). Wetter: trocken, 10 Grad.



Leverkusen - BVB: Welttorjäger Lucas Barrios macht seinem Ruf alle Ehre. Er bringt Dortmund in Leverkusen nach acht Minuten mit 0:1 in Führung


Barrios (l.) feiert seinen Treffer mit Nelson Valdez. Der hatte die Vorarbeit zum Treffer geleistet


Mohamed Zidan (o.) und Samy Hyypiä lieferte sich einige harte Duelle


Viel spielte sich in Leverkusen im Mittelfeld ab. Hier duellieren sich Toni Kroos (r.) und Mohamed Zidan



Rene Adler wie ein Käfer auf dem Rücken. Gegen den kopfball von Lucas Barrios konnte der Nationaltorhüter nichts ausrichten

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Re: 10.Spieltag

Beitrag  Sascha am Sa Okt 24, 2009 7:29 pm


Ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende stand Daniel van Buyten (h.) an der richtigen Stelle



Bayern siegt mit Willen und van Buyten
Daniel van Buyten hat den FC Bayern München am 10. Spieltag der Bundesliga vor einem weiteren Rückschlag bewahrt. Der Belgier erzielte gegen Eintracht Frankfurt zwei Minuten vor Schluss das Siegtor zum 2:1 (0:0)-Erfolg der Münchner.


66.000 Zuschauer in der Münchner Allianz Arena sahen die Frankfurter durch Alexander Meier in Führung gehen (60.), ehe der eingewechselte Arjen Robben den 1:1-Ausgleich erzielte (69.). Als alles nach einem Remis aussah, war dann Aushilfsstürmer van Buyten zur Stelle.

Vor dem Anpfiff: Bayern im Vergleich zum 1:2 in Bordeaux mit einer personellen und drei taktischen Veränderungen: Pranjic für Altintop im Team, Lahm dafür rechts, van Bommel wieder auf der Sechs, Schweinsteiger diesmal als Zehner.

Bei Frankfurt ist Russ nach Sperre zurück in der Innenverteidigung, Franz dafür rechts, Ochs rückt ins Mittelfeld. Teber soll das Mittelfeld dicht machen. Steinhöfer und Fenin dafür auf der Bank.

6.: Lahm kommt über die rechte Seite nach innen, flankt aus dem Halbfeld. Der Ball fällt Klose vor die Füße, der aber aus zehn Metern knapp links daneben schießt.

20.: Schweinsteiger flankt aus dem rechten Halbfeld, Toni kommt acht Meter vor dem Tor frei zum Kopfball. Kläglich rechts vorbei.

23.: Klose steckt durch auf Toni. Der schießt alleine vor dem Tor Nikolov an, Müllers Nachschuss bleibt ebenso am Eintracht-Keeper hängen.

43.: Mehr aus Zufall fällt Toni der Ball am Elfmeterpunkt auf den Schlappen. Volleyabnahme mit rechts - Pfosten!

Halbzeit-Fazit: Bayern mit vier kläglich vergebenen Chancen, einem Pfostenschuss, wenig Kreativität im Mittelfeld und Unsicherheiten in der Defensive. Für Frankfurt gibt's nur zwei Wörter: zu brav.

53.: Eckball-Festival der Bayern. Nach dem dritten in Folge kommt Schweinsteiger nach zu kurzer Abwehr aus 13 Metern zum Schuss - knapp links vorbei.

59.: Robben kommt für Klose und orientiert sich ins linke Mittelfeld. Müller jetzt rechts.

60., 0:1, Meier: Die Bayern-Abwehr pennt. Ochs steckt in den Strafraum durch, Meier nimmt den Ball aus zehn Metern direkt und schiebt an Butt vorbei ins linke Toreck.

69., 1:1, Robben: Müller flankt den Ball von der rechten Seite auf Gomez, der ihn per Kopf an Nikolov vorbeilenkt. Robben stürmt heran und schiebt ins leere Tor ein. Klarer Torwartfehler.

72.: Flanke Müller von rechts, Kopfball Toni, Nikolov fliegt den Ball aus dem Eck. Schöner Ball für den Keeper.

73.: Plötzlich Leben im Spiel. Bajramovic steckt in die Gasse auf Ochs, Butt kommt raus und pariert.

74.: Wieder flankt Müller von rechts, Gomez mutterseelenallein am Fünfer, verfehlt aber den Ball mit dem Kopf.

88., 2:1, van Buyten: Zwei Minuten zuvor von van Gaal in den Sturm beordert, macht der Belgier sein Ding: Flanke von rechts, Kopball van Buyten am langen Pfosten, Nikolov mit den Fingern dran, Innenpfosten, Tor.

90.: Robben zieht von links in die Mitte, tanzt zwei Mann aus, scheitert aber aus 16 Metern an Nikolov. Sekunden später taucht Schweinsteiger vor dem Tor auf - wieder pariert Nikolov.

Fazit: Ein Bayern-Sieg des Willens, nicht des Könnens. Von den Spielanteilen war es allemal verdient, auch wenn Frankfurt den FCB mit viel Defensivdisziplin beinahe zur Verzweiflung gebracht hätte.

Der Star des Spiels:
Patrick Ochs. Wie ein Duracell-Häschen wieselte der Ex-Bayer die rechte Außenlinie auf und ab, steckte Pranjic offensiv wie defensiv locker in die Tasche und bereitete zudem noch das 0:1 vor. Bärenstarke Partie.

Die Gurke des Spiels: Anatolij Tymoschtschuk. Selbst als neutraler Beobachter hätte man den Ukrainer gerne gepackt, geschüttelt und abgewatscht, nur um endlich die Lethargie aus dem Mann zu bekommen. So war's ein farbloser Auftritt ohne Dampf, ohne Selbstvertrauen und ohne Bindung zum Spiel. In der 62. Minute wurde er erlöst.

Die Pfeife des Spiels: Dr. Jochen Drees lag oft richtig, pfiff dabei aber manchmal zu kleinlich. Richtig war, bei Müller gegen Chris keinen Elfmeter zu geben (5.), falsch lag er bei Müllers Schwalbe im Mittelfeld gegen Franz (26.). Bei Robbens 1:1 war es - wie von Drees' Assistent gesehen - kein Abseits. Drees kam ohne Gelbe Karte aus.

Die Lehren des Spiels: Bayern hat weiter eine Stürmerkrise: Weder Klose noch Toni noch Gomez vermochten es, den Ball aus aussichtsreichen Positionen im Tor unterzubringen. Als nichts mehr half, half van Buyten - ein gewagter, aber gelungener Schachzug von van Gaal, der für Tonis Herausnahme zwei Minuten zuvor noch Pfiffe geerntet hatte.

Die zweite Erkenntnis: Bastian Schweinsteiger ist kein Zehner. Warum van Gaal Müller diesmal auf links stellte und Schweinsteiger hinter den Spitzen aufbot, wird sein Geheimnis bleiben. So war Schweinsteiger vor allem in Halbzeit eins mitten in Frankfurts doppeltem Vierer-Riegel schlichtweg überfordert, forderte den Ball zu selten und gab ihn, wenn mal am Ball, viel zu schnell wieder ab.

Das Bayern-Mittelfeld agierte im ersten Durchgang viel zu lethargisch, machte das Spiel zu keinem Zeitpunkt schnell und spielte viel zu viele Fehlpässe. Einzig van Bommel bemühte sich um Linie, wenn auch meist mit langen Diagonalbällen. Erst mit Robbens Einwechslung kam Leben ins Bayern-Spiel, der erst auf links und dann auf rechts viel Betrieb machte.

Den Frankfurtern kann man indes keinen Vorwurf machen: Skibbe hatte zwei Vierer-Riegel aufgeboten, die die Bayern spielerisch so gut wie gar nicht durchbrechen konnten. Hätte der ansonsten starke Nikolov beim 1:1 nicht daneben gegriffen, hätte die Eintracht mit Sicherheit was Zählbares aus München mitgenommen.

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Re: 10.Spieltag

Beitrag  Sascha am Sa Okt 24, 2009 7:40 pm



Stuttgart verliert auch in Hannover
Der VfB Stuttgart setzt seine sportliche Talfahrt weiter fort und befindet sich nach der dritten Niederlage in Folge in der Bundesliga in der schwersten Krise seit Jahren.


Das 0:1 (0:1) in Hannover bringt zudem auch Trainer Markus Babbel immer weiter in die Bredouille. Bei nur acht Punkten aus zehn Ligaspielen wird ein Rauswurf Babbels immer wahrscheinlicher.

Vor 35.000 Zuschauern in Hannover war der VfB zwar wie zuletzt die bessere Mannschaft, konnte aus seiner deutlichen Überlegenheit aber kein Kapital schlagen. So blieb es Didier Ya Konan vorbehalten, in der 31. Minute das Tor des Tages für biedere Gastgeber zu erzielen.

Fazit: Unverdienter Sieg für Hannover, das offensiv gar nichts zeigte. Stuttgart klebt das Pech weiter am Schuh. Für Babbel wird es eng.

Der Star des Spiels: Christian Schulz steht stellvertretend für eine hochkonzentrierte Hannoveraner Defensivleistung. Der Ex-Nationalspieler hat sich mittlerweile in der Innenverteidigung etabliert und zeigte gegen den VfB eine tadellose Vorstellung.

Die Gurke des Spiels: Alex Hleb ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Umso unerklärlicher die Vorstellung des Weißrussen in Hannover. Ohne Zug, Tempo und Inspiration absolvierte Hleb sein Tagwerk und blieb bis zu seiner überfälligen Auswechslung nach 60 Minuten vollkommen blass. Der Hoffnungsträger ist immer noch nicht im Team integriert und ganz offenbar auch nicht fit.


Zwei Endspiele wurden Markus Babbel noch eingeräumt. Das erste ging schon mal verloren. Der Trainer stellte erneut System und Personal um - erneut ohne Erfolg. Egal, was Babbel sich auch einfallen lässt: Nichts greift, es fehlt unterm Strich das Ergebnis.

Es wird richtig ungemütlich werden für Babbel in den kommenden Tagen, sofern er überhaupt noch in Amt und Würden bleiben darf. Es bleiben starke Zweifel...

Dabei war die Leistung der Mannschaft phasenweise ansprechend, aber in letzter Konsequenz viel zu harmlos und unentschlossen. Und wenn dann doch mal etwas klappte, tat eine ganze Menge Pech sein übriges.

Was allerdings auch klar ersichtlich ist: Die Mannschaft besitzt keine Hierarchie und vor allem niemanden, der mit Wucht und Entschlossenheit vorneweg geht.

Hannover 96 dürfte nach den 90 Minuten gar nicht so recht wissen, warum es plötzlich drei Punkte mehr auf dem Konto hat. Die Niedersachsen schossen im Prinzip einmal aufs Tor, der Rest war konzentriertes Verteidigen.

Dabei stellten sich die Gastgeber aber sehr geschickt an, begingen vor allem im Mittelfeld viele unspektakuläre Fouls (33 insgesamt), die dem VfB immer wieder den Spielfluss raubten.




Eichners Hammer weckt schläfrige TSG auf
1899 Hoffenheim hat sich mit einem deutlichen Sieg aus dem Tief geschossen und wieder Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gefunden. Nach ausgeglichener Anfangsphase sorgte ein Traumtor von Christian Eichner für die Führung der TSG.


1899 Hoffenheim hat sich mit einem deutlichen Sieg aus dem Tief geschossen und wieder Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gefunden.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge setzten sich die Kraichgauer am 10. Spieltag 3: 0 (2:0) in ihrem ersten Bundesliga-Duell gegen den 1. FC Nürnberg durch. Christian Eichner (34.), Vedad Ibisevic (38.) und Franco Zuculini (64.) trafen für die zu Hause weiter ungeschlagenen Hoffenheimer, die mit dem Sieg eine Revanche der Nürnberger für das Pokal-Aus vor einem Monat verhinderten.

Die 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena sahen in der Anfangsphase eine ausgeglichene Partie auf mäßigem Niveau. Die Gäste, die auf Marcel Risse (Knochenhautentzündung am Schienbein) und Ilkay Gündogan (Mittelfußprellung) verzichten mussten, versteckten sich nicht und agierten erstaunlich offensiv.
Ausgeglichene Anfangsphase

Gute Torchancen blieben zu Beginn dennoch Mangelware. Beide Teams konnten lediglich jeweils einen gefährlichen Weitschuss verbuchen.

Auf Seiten der Hoffenheimer, die ohne Torjäger Demba Ba, Nationalspieler Andreas Beck (beide Muskelfaserriss), Matthias Jaissle und Tobias Weis (beide Trainingsrückstand) auskommen mussten, versuchte es Sejad Salihovic aus der Distanz (5.).

Fünf Minuten später prüfte Javier Pinola Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand. Die Gastgeber schienen von der forschen Spielweise der Franken überrascht zu sein.

Die gefürchtete Angriffsmaschinerie der Kraichgauer kam zunächst jedenfalls nicht ins Laufen.
Club wird Elfmeter verwehrt

Die Hoffenheimer hatten nach einem Zweikampf zwischen Josip Simunic und Club-Stürmer Albert Bunjaku sogar Glück, dass Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) nicht auf Strafstoß für Nürnberg entschied (27.).

Sieben Minuten später fiel trotz des bis dahin harmlosen Spiels der Gastgeber die spektakuläre Führung für Hoffenheim.

Der in Sinsheim geborene Außenverteidiger Eichner, der vor Saisonbeginn von Absteiger Karlsruher SC in seine Heimat gewechselt war, traf mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern in den Torwinkel der Gäste und markierte damit seinen ersten Treffer im Trikot der Hoffenheimer.

Kurz darauf baute der bosnische Torjäger Ibisevic die Führung mit seinem vierten Saisontor aus.
Zuculini mit der Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel begnügten sich die Gastgeber zunächst damit, den Vorsprung zu verwalten. Obwohl die Hoffenheimer in dieser Phase mit angezogener Handbremse spielten, konnte der Club kein Kapital daraus schlagen.

Den Gästen fehlte im Angriff die nötige Durschlagskraft. Auf der anderen Seite sorgte der Argentinier Zuculini mit seinem ersten Bundesligator nach rund einer Stunde für die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber.

Beste Spieler auf Seiten der Hoffenheimer waren Abwehrchef Simunic und der agile Kapitän Salihovic. Bei den Franken konnten vor allem Peer Kluge und der bemühte Marek Mintal überzeugen.




Mainz gewinnt Aufsteiger-Duell
Der FSV Mainz 05 hat seine starke Heimbilanz ausgebaut und seine Position als bester Bundesliga-Aufsteiger der Saison gefestigt. Die Rheinhessen besiegten den SC Freiburg mit 3:0 (1:0) und halten damit auch nach dem 10. Spieltag Anschluss an die erweiterte Tabellenspitze.


Andreas Ivanschitz (24.) mit seinem fünften Saisontreffer und Kapitän Tim Hoogland (50./85.) besiegelten den vierten Sieg der Mainzer im fünften Heimspiel der Saison. Freiburg kassierte seine dritte Niederlage in Serie und rutschte Richtung Abstiegszone ab.

Vor 20.150 Zuschauern entwickelte sich schnell ein offener und ansehnlicher Schlagabtausch.

Eine Woche nach ihrer Heimniederlage gegen Bayern München (1:2) suchten vor allen Dingen die wie gewohnt flüssig kombinierenden Freiburger den Weg nach vorne.
SC bei Standards gefährlich

Die Rückkehr der zuletzt verletzten Offensivkräfte Tommy Bechmann und Jonathan Jäger zeigte zunächst Wirkung.

Zudem war das Gästeteam von Trainer Robin Dutt, der am Freitag seinen Vertrag bis 2012 verlängert hatte, bei Standards brandgefährlich.

Nach Freistößen von Ivica Banovic verzogen Pavel Krmas (16.) und eine Minute später Torjäger Mohamadou Idrissou knapp. In Sachen Effektivität waren die Mainzer aber erfolgreicher.

Nach glänzender Vorarbeit von Chadli Amri, der Andre Schürrle (Adduktorenverletzung) im offensiven Mittelfeld ersetzte, schloss Ivanschitz mit einem klugen Heber aus rund elf Metern zur Führung ab.

Der Einsatz des Österreichers war wegen eines Infektes lange unsicher gewesen. Der Treffer beflügelte aber eher die Freiburger.

Stürmer Idrissou hatte in der Folge gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß (36./40.). Auch nach dem Wechsel erspielten sich die Breisgauer die besseren Chancen. Nach einem Schuss von Felix Bastians musste Ivanschitz auf der Linie klären (48.)
Hoogland trifft doppelt


Quasi im Gegenzug glänzte der 26-jährige Österreicher mit einem Pass auf Hoogland, der mit einem Schuss aus halbrechter Position auf 2:0 erhöhte.

Die Freiburger steckten auch in der Folge nicht auf, ließen aber Effektivität vermissen. Idrissou scheiterte an FSV-Torhüter Heinz Müller (67.). Bei Mainz überzeugten Ivanschitz, Müller und Elkin Soto. Banovic sowie Bechmann verdienten sich in der Dutt-Elf gute Noten.

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